Wir hatten ein schönes Wochenende im Archäologischen Freilichtmuseum in Oerlinghausen (www.afm-oerlinghausen.de). Dem interessierten Publikum würde geballtes Wissen über das Perlenmachen, Holzlöffel schnitzen, Brettchenweben, Messer und Messergriffe herstellen sowie über die verschiedenen Trachtbestandteile im frühen Mittelalter vermittelt.
Trotz der Tatsache, daß ich Torben und Christin (www.derglasperlenmacher.de) nun schon einige Jahre kenne, bin ich noch nicht in den (ehrlich gesagt schweißtreibenden) Genuss gekommen, mir meine eigenen Perlen zu machen. Dieses Wochenende jedoch war es endlich soweit. Hier ein Teilergebnis:
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Perlen drehen in Oerlinghausen
@ 30.05.2011 – 19:22:30
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Hose nach "Thorsberger Art"
@ 10.03.2011 – 01:37:50
Nun ist sie endlich fertig: Meine Hose, ähnlich dem Thorsberger Fund. Das Original stammt wohl aus etwa dem vierten oder fünften Jahrhundert, Prof. Inga Hägg beschreibt allerdings die Hosenfragmente aus dem Hafen von Haithabu als "ähnlich der Hose aus dem Thorsberger Moor". Als Grundmaterial für die Hose hab ich einen mittelschweren Wollstoff in "Panamabindung" gewählt, einer Bindungsart, die in Elisenhof belegbar ist. Diesen hab ich mit Walnussschalen braun gefärbt. Leider war der Topf etwas klein, sodass der Stoff sehr fleckig geworden ist. Als Garn hab ich ebenfalls braunes Wollgarn benutzt.
Beim Zuschnitt hab ich die Keile für den Schritt bzw. das Gesäß nicht aus drei, sondern nur aus zwei Teilen gemacht. Auf die angesetzten Füsslinge habe ich auch verzichtet und statt den Gürtelschlaufen einen Tunnelzug angesetzt. Außerdem liegen die Waden nicht ganz so eng an. Aber vielleicht werd ich das in nächster Zeit nochmal ändern.



V.l.n.r.: Schnittmuster, meine Interpretation, das Original im Landesmuseum Schleswig -
Termine 2011
@ 22.02.2011 – 12:23:08
Neues Jahr, neues Glück...
In der letzten Zeit war ich sehr schreibfaul. Zudem hab ich auch kaum etwas fürs Hobby getan. Keine Recherche und nichts neues genäht oder gebastelt. Bis gestern...
Gestern abend nach der Spätschicht überfiel mich wieder die Nähwut und ich hab mich wieder an die Torsberg-Hose gesetzt. Wenn sie fertig ist gibts auch wieder was zu lesen;-)
Vorerst müssen aber die Termine für 2011 reichen:
29.04. - 01.05. - Freienfelser Ritterspiele
28.05. - 29.05. - Zierde und Zierrat im AFM Oerlinghausen
17.06. - 19.06. - Wikingertage Satzvey
15.07. - 17.07. - Mittelaltermarkt in Lippstadt
29.07. - 31.07. - Wikingertage Schleswig
03.08. - 06.08. - W:O:A im Wackingerdorf
19.08. - 21.08. - Wikingertage Hamm
17.09. - 18.09. - Wikingertage im AFM Oerlinghausen
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Nachtrag: Termine 2010
@ 27.05.2010 – 16:13:29
So, die ersten Märkte hab ich/heben wir erfolgreich hinter mich/uns gebracht. Hab wieder viele nette Darsteller kennengelernt und mich ein wenig in Sachen Latgale im FrüMi informieren lassen. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Madara/Ameli Ganz!
Gleich in Freienfels erhielt ich zudem von Torben Barthelmie, besser bekannt als "der Glasperlenmacher" eine Einladung ins Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen ( http://www.afm-oerlinghausen.de/ ).
Am 11ten Juli findet dort eine Veranstaltung mit dem Thema "Zierde und Zierrat im Frühmittelalter" statt, in die der ursprüngliche Programmpunkt Perlen herstellen eingebettet ist. Außerdem wird die Herstellung von Zierketten und ein Keramik-Feldbrand vorgeführt.
Ich für meinen Teil übernehme eine Auslage zum Thema "Fibelmode und Gürtelzier", zeige einige Repliken und ihre Verwendung.Also, wir freuen uns auf euren Besuch!
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Termine 2010
@ 19.03.2010 – 02:18:47
So, hier sind schonmal die Märkte, die ich auf jeden Fall anfahre:
23.4. bis 25.4. - Ritterspiele Freienfels
30.4. bis 02.5. - Ritterspiele Freienfels
14.5. bis 16.5. - Mittelalter Spektakel Worms
04.6. bis 06.6. - Friedrich Barbarossas Reichsfest in Lippstadt
19.6. und 20.6. - Privatlager der Wikinger Siegen in Oberdieten
03.7. und 04.7. - "Unter den Dächern von Haithabu" bei Schleswig
11.7. - "Zierde und Zierrat im Frühmittelalter" im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen
20.8. bis 22.8. - Wikingermarkt Hamm (Maximilianpark)
18.9. bis 19.9. - Mittelaltermarkt Dachsenhausen
oder
18.9. bis 19.9. - Grünewalder Strief bei Bad BerleburgIch hoffe, ich treffe den ein oder anderen...
*Änderungen vorbehalten...
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Links
@ 24.09.2009 – 18:07:48
Wer möchte, darf mich gerne verlinken:

Über eine kurze Benachrichtigung würde ich mich dann auch freuen
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Die Guta-Saga: Die Sage von den Gotländern
@ 23.01.2009 – 14:48:22
Die Guta-Saga
Gotland fand zuerst der Mann, der Tjelvar hieß. Da war Gotland so verzaubert, das es den Tag sank und die Nacht oben war. Aber dieser Mann trug als erster Feuer in das Land, und dann sank es nie mehr.
Dieser Tjelvar hatte einen Sohn, der hieß Havde. Aber Havdes Frau hieß Vitstjärna (was Weiß-Stern heißt). Diese zwei bauten als erste in Gotland. Die erste Nacht, die sie zusammen schliefen, träumte sie einen Traum. So: Drei Schlangen, die waren in ihrer Brust zusammengeschlungen, die krochen aus ihrer Brust. Diesen Traum sagte sie ihrem Mann Havde. Er deutete ihren Traum so:
Alles ist in Bögen gebunden,
bebautes Land soll dies werden,
und drei Söhne sollen wir haben.
Gute soll Gotland eignen,
Graip soll der andere heißen
Und Gunfjaun der dritte.
Sie teilten Gotland in drei Landdrittel, so das Graip, der älteste, das nördlichste Landdrittel erhielt und Gute das mittlere. Aber Gunfjaun, der jüngste, erhielt das südlichste.
Dann vermehrte sich von diesen dreien das Volk in Gotland eine lange Zeit so sehr, das das Land sie nicht alle nähren konnte. Da losten sie fort vom Land jeden dritten Mann, so, das alle ihr Eigentum auch mit sich fortnehmen sollten, das sie über der Erde hatten. Daraufhin wollten sie ungern fortziehen, sondern zogen in die Torsburg und ließen sich dort nieder. Dan wollte das Land sie nicht mehr dulden und sie trieben fort.
Darauf fuhren sie fort nach den Faroy und ließen sich dort nieder. Da konnten sie sich nicht aufhalten, sondern fuhren nach einer Insel bei Estland, die heißt Dagai. Und da ließen sie sich nieder und errichteten eine Burg, die noch heute zu sehen ist. Dort konnten sie sich auch nicht aufhalten, sondern fuhren ein Gewässer hinauf das Dyna heißt, hinauf durch Rusland. Dort erbaten sie von der Griechen König, während zu- und abnehmendem Mond bleiben zu können. Das gelobte der König ihnen und meinte das es nicht mehr als einen Monat werde. Dann war ein Monat vergangen und er wollte sie fortweisen. Aber sie antworteten das zu- und abnehmender Mond ´immer´ war, und sagten, so sei es gelobt. Dieser ihr Zwist kam zuletzt vor die Königin. Da sagte sie: Mein Herr König, du gelobtest ihnen hier Bleibe zu finden, bei zu- und abnehmendem Mond. Das ist immer, da magst du es ihnen nicht nehmen.
So wohnten sie dort und wohnen noch heute und haben noch etwas von unserer Sprache. -
Tracht in der Wikingerzeit
@ 23.01.2009 – 02:33:21
Darstellung eines Gotländers um 950 –975
Von Lars Rubarth
Arnsberg, Januar 2009 (letzte Überarbeitung: August 2009)Ziel ist die authentische, nach Funden und Bildbelegen erstellte Darstellung
eines wikingerzeitlichen Gotländers der Oberschicht.
Als Grundlage dafür dient das Paket-Grab 504 aus Ire im Kirchspiel Hellvi auf der Insel Gotland,
SchwedenInventar

zur Verfügung gestellt von Walter Fasse-Ein Schwert vom Typ VII nach Wheeler / Typ V nach Petersen
-Zwei schmale Speerspitzen vom Typ E2 nach Petersen (Länge 33,5cm und 44,8cm)
-Ein Messer (keine Scheidenbeschläge)
-Eine Gürtelschnalle vom Typ 1 nach Thunmark-Nylén
-Pinzettförmiger Riemenendbeschlag vom Typ 1 nach Thunmark-Nylén
-Spiralröllchen einer Prunkquaste mit 8 pinzettförmigen Riemenendbeschlägen (Typ 1)
-Eine Ringfibel aus Bronze vom Typ 1b nach Thunmark-Nylén (Ø 6,0cm)
-Eine Rinfibel aus Bronze vom Typ 3a nach Thunmark-Nylén (Ø 9,7cm)
-Einen Kamm aus Geweih mit senkrechter Rillenzier vom Typ EK2 nach Thunmark-Nylén
-Einige Silberbandfragmente (Posamente und Flechtketten)Kleidung auf Gotland
Kleidungsreste haben sich leider kaum erhalten. Insgesamt beläuft sich die Summe der Textilfunde mit einer Größe von mehr als 5cm² auf gerade mal eine Handvoll Exemplare.
Dank der gotländischen Bildsteine wissen wir aber wie die Gotländer des frühen 10ten Jh. ausgesehen haben:



Gut zu erkennen ist auf dem Stein von Stenkyrka die bauschige Hose des Reiters. Diese Form der Hose ist wohl durch den regen (Handels-)Kontakt zu den orientalischen Völkern nach Nordeuropa gekommen. Schon auf einem Bildteppich aus dem Oseberg-Schiff (datiert um etwa 850) sind weite Hosen zu erkennen. Die weite Form der Hose ist beim Reiten auch wesentlich angenehmer zu tragen, wie die Magyarischen und andere Steppennomadische Reitervölker schon wussten.
Zeitgleich existierte wohl auch die eng anliegende Hose weiter (siehe die Dreier-Gruppe auf dem Sanda-Stein).Bei der Oberbekleidung scheinen ebenfalls zwei verschiedene Typen vorzuherrschen. Beiden gemein ist die ab der Hüfte weit ausgestellte Form. Dies wird durch den Einsatz von Geren (Keilen) erzielt. Während bei der Dreier-Gruppe auf dem Sanda-Stein aber noch eine normale Ärmelform zu sehen ist, scheinen die Ärmel der Ringträger auf dem Tängelgärda-Stein verfremdet und Zipfelartig. Diese Darstellung von Personen ist einzig und allein auf Gotland zu beobachten.
Durch die Fundlage der Ringfibeln wissen wir, das eine kleine Fibel den Kragen eines Kittels verschlossen haben muss und eine von mindestens der gleichen Größe muss wohl einen Mantel (wahrscheinlich Rechtecksmantel, siehe Sanda-Stein oben mitte) getragen haben. Die kleinere Fibel wurde meist am Hals/bei der Wirbelsäule gefunden während die große Ringfibel meist im Bereich der rechten Schulter lokalisiert wurde.
Einige Figuren auf den Bildsteinen scheinen mit langem offenem oder gebundenem Haar dargestellt, während der Reiter auf dem Stenkyrka-Stein eine spitze Mütze zu tragen scheint. Es kann sich aber auch um einen Helm handeln, evtl in der Form, wie er in Chernigov gefunden wurde. Es gibt in ganz Skandinavien nur einen wikingerzeitlichen Helmfund (Gjermundbu, Norwegen). Allerdings wurden auf Gotland Fragmente eines Helms mit stilisierten Augenbrauen und Nasal gefunden. Die genaue Helmform lässt sich aber nicht mehr rekonstruieren.Rekonstruktion
Als Rekonstruktionsbasis für die Bekleidung dienen die vom Statens Historiska Museet Stockholm herausgegebenen Schnittmuster.
Ich nähe eine einfache und alltagstaugliche Tracht (enganliegende Hose und Kittel) und zum anderen eine Prunktracht mit der Hose im östlichen Stil und dem Kittel mit weiten Ärmeln.
Bei den Nähten halte ich mich an die von Inga Hägg (Die Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu, S.149) beschriebenen Nähte.Die Untertunika scheint aus Wolle oder Leinen bestanden zu haben. Die von mir rekonstruierte Tunika besitzt einen Schlüssellochkragen, ist unten seitlich 15cm geschlitzt und hat Keile unter den Ärmeln um besser hineinschlüpfen zu können. Sie besteht aus feinem Leinen in Diamantköperwebung, einer in der Wikingerzeit recht beliebten Webart. Die Rollsäume am Kragen, Ärmel und am Hüftabschluss sind mit Indigo-gefärbtem Wollgarn vernäht.
Der Kittel besteht aus pflanzengefärbter grüner Wolle (Birkenblätter, mit Eisensulfat weiterentwickelt) in Köperbindung. Der gelbe Besatzstoff ist aus dem gleichen Material (mit Birkenblättern gefärbt) Auf einen Schlitz am Kragen habe ich allerdings verzichtet, da ich sie beim Arbeiten anziehen möchte und eine Fibel da hinderlich wäre. Die Keile unter den Ärmeln bestehen nicht aus zwei Teilen, sondern nur aus einem, um einen Arbeitsschritt zu sparen. Die Teile sind zuerst mit einfachem Steppstich vernäht worden und anschließend überwendlich versäubert. Der Besatz wurde überwendlich angenäht und nach dem Umklappen mit Steppstichen befestigt.
Als Basis diente Krappgefärbter feiner Wollköper. Der Besatzstoff wurde mit Birkenblättern und Eisensulfat Lindgrün gefärbt. Hier habe ich einen Schlitz am Kragen angebracht, um meine Fibel bei gesellschaftlichen Anlässen zu präsentieren. Statt der zwei Keile wie bei der einfachen Obertunika sind hier vier Keile eingesetzt worden. Die Nähtechnik ist identisch mit der Obertunika. Zum nähen hab ich bei allen Kleidungsstücken ungefärbtes einfach verzwirntes Leingarn verwendet.
Die Hose besteht aus dünnem, mit Krapp gefärbtem Leinwandbindigem Stoff. Der Bauscheffekt entsteht durch eine Raffung des Stoffes am Hüft- und Kniesaum. Der breite Einsatz sitzt am Gesäß. An der Hüfte habe ich einen Tunnelzug angesetzt, da Gürtel an der Hose nicht üblich gewesen sind. (Zumindest sind meines Wissens bislang noch keine zwei Gürtel in einem Grab gefunden worden)
Die Hose ist eine Rekonstruktion, basierend auf Fragmenten aus Haithabu, Abbildungen auf gotländischen Bildsteinen und den Beschreibungen des Arabers Ibn Rustah, der berichtet, die Rus kleideten sich in Hosen, die aus hundert Ellen Tuch hergestellt und unter den Knien kunstvoll zusammen gebunden werden.Da ich für eine einfache Hose der Wikingerzeit keine Schnittmuster gefunden habe, und Inga Hägg die gefundenen Fragmente als dem im Thorsbergfund repräsentierten Hosentyp ähnlich bezeichnet, habe ich eine Hose dieses Typs genäht. Sie besteht aus Walnussgefärbtem Schurwollköper. Der Bund besteht ebenfalls aus einem Tunnelzug. Auf die angesetzten Füßlinge habe ich verzichtet. Der breite Lappen sitzt ebenfalls hinten.
Accessoires
Aus einigen Funden (Haithabu) und Abbildungen (z.B. Stuttgarter Psalter, Teppich von Bayeux) wissen wir, das Wadenwickel benutzt wurden um das Bein, bzw. die Hose vor Dornen und anderen Gefahren zu schützen. Funde aus Haithabu unterstützen die Abbildungen.
Auf Gotland gab es eine reiche Gürtelmode. Nicht nur die verzierten Gürtelschnallen zeugen davon, oft wurden die Gürtel auch mit verzierten Riemenenden und Beschlägen bereichert. Oft finden sich auf den Beschlägen orientalische Muster (z.B. in Herz- oder Tropfenform). Häufig wurde ein Riemenverteiler eingesetzt, woran man verschiedene Utensilien, wie den Kamm, das Messer und die Tasche anhängen konnte. Die Prunkgürtel (mit Prunkquasten aus 6-8 Riemchen mit Spiralröllchen) aus der zweiten Hälfte des 10ten Jh. bilden eine Sondergruppe. Sie sind aus etwa 30 Funden bekannt. Im Gegensatz zu den Gürteln mit orientalischen Beschlägen, die auch zuhauf in Birka gefunden wurden, kennt man diese Art der Gürtelverzierung nur noch aus dem Baltisch-Lettischen Gebiet.
Das Messer hing beim Mann am Gürtel. Es steckte in einer Lederscheide, die fast den ganzen Griff umschloss. Ein am Griff befestigtes Lederband half das Messer aus der Scheide zu ziehen. Die Scheide war häufig mit bronzenen Beschlägen verziert. Manche Messer weisen Verzierungen in Form von Schnitzereien oder Wicklungen aus Silberdraht auf.
Mütze:
Ich habe mir eine Mütze aus demselben Krappgefärbten Stoff genäht, wie ich ihn für den Kittel mit weiten Ärmeln verwendet habe und mit Polarfuchsfell verbrämt. Der Mützenkörper besteht aus vier Teilen. Eine weitere Mütze habe ich aus grüngefärbter Wolle gefilzt und mit Hermelinfell abgesetzt.Schuhe:
Da Schuhfunde auf Gotland ebenfalls fehlen, verwende ich einen Typ, wie er in Skandinavien häufiger vorkommt. Ähnliche Schuhe wurden in Dorestad, York, Staraja-Ladoga, Oseberg und Haithabu gefunden. Der Schuh besteht wegen der besseren Haltbarkeit komplett aus Rindsleder, obwohl das Oberleder vieler Schuhe aus Ziegenleder gewesen ist.Mantel:
Der Rechtecksmantel besteht aus einem 140x240 cm großen Stück grünem Loden mit roter Ziernaht. Er ist auf einem Drittel gefaltet und mit der großen Ringfibel auf der rechten Schulter geschlossen.Literatur:
Die Wikingerzeit Gotlands I - IV (Lena Thunmark-Nylén)
Die Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu (Inga Hägg)
Die Textilfunde aus der Siedlung und den Gräbern von Haithabu (Inga Hägg)
Die Lederfunde von Haithabu (Willy Groenman-van Waateringe)
Birka I – Die Gräber (Holger Arbman)
Birka II:1-3 – Systematische Analysen der Gräberfunde (Greta Arwidsson)
Birka III – Die Textilfunde aus den Gräbern (Agnes Geijer)
Gotland – Ein geistesgeschichtlicher Quellort (Uwe Lemke)
Barshalder - Studies of Late Iron Age Gotland (Martin Rundkvist)
De orientaliska Beslagen i Fröjel (Ingela Ericsson, Dan Carlsson)
Smycken från Bottarve/Nymans I Fröjel (Mikael Fritz, Dan Carlsson)
Kontakte zwischen Ostbaltikum und Skandinavien im frühen Mittelalter
(Studia Baltika Stockholmiensis Band 9)
Swords of the viking age (Ian Peirce)
CD - ROM Viking Jewellery from the island of Gotland, Sweden (Dan Carlsson)
CD - ROM Viking Knives from the island of Gotland, Sweden (Dan Carlsson)


















